Sensibel? Zartbesaitet? 6 Tipps zur Frage: Wie bekomme ich ein dickeres Fell?


Hochsensitivität kann ganz schön lästig und irritierend sein, wenn sie nicht erkannt oder nicht weiter beachtet wird. Wünschst du dir auch manchmal mehr Gelassenheit bei Konflikten? Geht dir manche scheinbar banale Situation sehr nah? Wirst du als "überempfindlich" bezeichnet? Vielleicht fragst auch du dich:

Du fragst dich: Wie bekomme ich ein dickeres Fell?

1. Mach dir bewusst, dass du weder zu langsam, noch zu unkonzentriert, noch zu schlampig oder sonst irgendetwas bist, das "zu..." ist. Dies mag zwar die momentane Sichtweise einer bestimmten Person sein, die dich auf diese Art und Weise bewertet, doch entspricht dies nicht der alles umfassenden Wahrheit, sondern lediglich der Wahrnehmung dieser einen Person in diesem einen Moment.

2. Überlege, ob die Schuldzuweisung oder Anklage, die an dich herangetragen wird, etwas spiegelt oder symptomatisch für etwas stehen könnte, das du dir selbst vorwirfst. Sobald du die Schuldzuweisung oder die Gewissensbisse in dir entlarvt hast, übe dich darin, dir selbst die jeweilige "Missetat", das "böse Wort" oder den "schlimmen Gedanken" zu vergeben. Ich empfehle dazu das enorm kraftvolle Huna-Gebet "Ho'Oponopono": "Ich bin verantwortlich. Es tut mir leid. Verzeih mir. Ich danke dir. Ich liebe dich." 

3.  Wenn dir ein Streit, eine heftige Debatte oder aber das Leid anderer sehr nahe gehen und du über einen längeren Zeitraum nicht von bestimmten Nachrichten, Worten oder Bildern loskommst, kann es daran liegen, dass du eine sogenannte "hochsensible Persönlichkeit" (Highly Sensitive Person - HSP) bist. Dies ist eine Laune der Natur. Allein über diese Eigenart bescheid zu wissen, hilft oftmals beim Loslassen oder beim Vermeiden bestimmter Informationen. Ist diese Wesensart mit allem, was sie mit sich bringt, erst einmal erkannt, kannst du deine Lebensumstände und deine aktuelle Job-Situation den eigenen Vorlieben und Talenten entsprechend leichter und konkreter umgestalten.

4. Mach dir klar, dass nichts im Universum, auf der Welt, auf der Erde, so wäre wie es nun einmal ist, wenn es nicht so sein sollte, wenn es also keinen triftigen (wenn auch zunächst schwer zu erkennenden) Grund dafür gäbe. Wir leben in einer Welt der Polarität: jung und alt, arm und reich, hell und dunkel, fröhlich und betrübt, gesund und krank, interessiert und gleichgültig, liebevoll und grausam. Und beide Pole sind für unsere Existenz und die Evolution notwendig - aus welchen Gründen auch immer und auch wenn sich nur ein Pol von beiden angenehm anfühlt. Und natürlich gibt es zwischen diesen beiden Polen unfassbar viele Abstufungen. 

5. Nimm es nicht persönlich. Selbst wenn du Mist gebaut hast, selbst wenn du dich im Ton vergriffen hast, selbst wenn du ertappt wurdest und dafür nun gerade stehen musst: es geht dabei nicht um DICH, sondern um das was du in einem schwachen, gereizten oder unkonzentrierten Moment getan, gesagt oder versäumt hast. Das ist aber nicht das, was dich als Person ausmacht. Es ist etwas, das JEDEM Menschen in solch einem schwachen, gereizten oder unkonzentrierten Moment passieren würde.

6. Sei weniger streng zu dir selbst. Stell dir vor, du wärest ein Kind, das dir ein Bild malt, es dir voller Freude und Stolz präsentiert und du sagst diesem Kind: "Das sieht aber komisch aus - geht das nicht besser?" -- Dieses innere Kind tragen wir alle in uns, und wann immer du mit diesem Kind hochmütig und arrogant umgehst, verletzt und schwächst du es. Versuche nicht, perfekt zu sein oder ausschließlich Perfektion abzuliefern, nur damit du in Ruhe gelassen wirst. Bleib ruhig auch wenn's mal hagelt.

Mach dir Folgendes ganz bewusst:

Kritik an deinem Wesen oder an deinem Charakter hat eine andere Schwingung als Kritik an deinem Verhalten. Letzteres kann du ändern, wenn du magst. Dein Wesen kannst du nicht verändern. Du kannst lediglich dein Verhalten dahin gehend verändern, dass dein wahres Wesen im Verborgenen bleibt und den Kritiker dann nicht mehr stört. Du kannst dich also für jemanden, der dich kritisiert, so verstellen, dass du dieser Person besser gefällst. Das kannst du dann vielleicht einen Tag oder eine Woche aufrecht erhalten, aber nicht viel länger und vor allem kannst du nicht dabei glücklich sein. WICHTIG: Sollte jemandem etwas an DIR nicht gefallen, ist dies NIEMALS dein Problem, sondern das der kritisierenden Person. Du piekst mit deinem "sperrigen" Sein, deinen "komplizierten" Bedürfnissen, deinem "anstrengenden" Temperament und deiner "provokanten" Lebensart lediglich etwas in dieser Person an, was ihr weh tut oder Angst macht und dessen Ursprung sie nicht auf den Grund gehen will. Will eine Person DICH verändern / verbessern, dann halte dich so gut es eben zu bewerkstelligen ist, fern. Geh auf Abstand. Liebevoll und fern. Das schließt einander nicht aus, sondern ergänzt sich prächtig. Und wenn Kritik dazu dienen soll, dich klein zu machen oder "auf den Boden zurück zu holen" damit du immer schön "auf dem Teppich" bleibst, ist es keine Kritik sondern entweder Neid oder die Sorge, dass du womöglich deine Flügel ausbreiten und tatsächlich losfliegen könntest. "Kritik" die nicht ZU DEINEN GUNSTEN gedacht ist, ist nicht dein Problem, sondern das, des Kritikers. Dies unterscheiden zu können und entsprechend unterschiedlich darauf zu reagieren bedeutet wirklich und wahrhaftig mit Kritik UMGEHEN zu können. Das reine, stille in Kauf nehmen und akzeptieren von Kritik ist kein "umgehen" mit Kritik. Leidenschaftliche Kritiker wissen das allerdings oftmals nicht.

STAND TALL & SHINE!
  • Gönn' dir mal eben zwischendurch dein COACHING TO GO im Handtaschenformat! Meine Bücher auf amazon für 6,90 € -- "Gelassenheit im Job" und "Gut gelaunt erfolgreich"!
      • Für klarere Ausstrahlung, besseres Auftreten und mehr Aufträge: Selbstsabotage auflösen! Gelassenheit, innere Ruhe und jede Menge Erfolge OHNE Stress: BUSINESS GOLD
  • Der Workshop für Unternehmerinnen, um alle Erfolgstüren aufzustoßen: KARMA BUSINESS.