Du willst Selbstliebe lernen? Sweetheart, du musst sie fühlen! Aber hier sind erstmal 5 Tipps für Selbstliebe.


Selbstliebe, Glück, beruflicher Erfolg und Beziehung stehen im unmittelbaren Zusammenhang zu einander. Sobald wir Selbstliebe lernen, wird das Leben leicht. Jedoch... darf das überhaupt sein? Ein leichtes, sorgloses Leben?

Darf das Leben leicht sein?

Ist das in Ordnung? Ist es nicht löblicher, wenn wir weder Mühe noch Stress scheuen, wenn wir es uns "wirklich nicht leicht machen"? Wie können wir es wagen, unbekümmert, sorglos und womöglich hier und da ein wenig leichtfertig sein zu wollen, während andere in unserem Umfeld grübeln, sich sorgen und keine Extrameile auslassen?

Fangen wir vorne an wenn du Selbstliebe lernen willst.

Geht es dir auch so, dass es sich bei deinem Denken und Tun hauptsächlich um das Wohl anderer dreht? Grübelst du darüber nach, wie du es bewerkstelligen kannst, anderen eine Freude, Hilfe und vor allem keine Last zu sein? Und wenn dir das einmal nicht gelungen ist, grübelst du darüber nach, was du falsch gemacht hast, warum du so kompliziert bist und was du nun tun kannst, damit wieder Friede herrscht. Du klagst dich selbst an, weil du dich im Ton vergriffen hast, weil du deine Worte ungeschickt und dadurch verletzend gewählt hast und weil du es nicht schaffst, den Erwartungen zu genügen und andere dadurch enttäuschst.

Wir sind in vielerlei Hinsicht unfassbar streng zu uns selbst. 

Selbstliebe war über viele Dekaden hinweg verpönt, weil sie mit Selbstsucht und Egoismus gleichgestellt wurde. Diese Prägung sitzt tief und wurde innerhalb der Familien verbal, energetisch und durch entsprechendes Vorleben der Eltern weiter gegeben. Mühsal, Aufopferung und Kraftakte wurden stets bewundert, gelobt, ausgezeichnet und gehörten zum guten Ton. Sie waren sogar ein Zeichen von Liebe. Ein äußerer, sichtbarer Ausdruck. Doch wehe, jemand aus dem geliebten Umfeld verhielt sich anders. Wehe, jemand aus dem geliebten Kreis hatte beschlossen, es sich besser gehen zu lassen. Dann war es schnell vorbei mit der Liebe. Dann wurde gerügt, gespottet, gestraft, sich abgewandt. Und so etwas fühlt sich instinktiv bedrohlich an. Angst vor Liebesentzug macht sich breit. Angst aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Angst, nicht "richtig" zu sein.

Bevor ich nun aber die 5 Tipps los werde, ist es wichtig zu erkennen, warum Selbstliebe so enorm wichtig ist. Und zwar nicht nur für dein eigenes Wohlbefinden, sondern auch für dein Umfeld. Denn von deiner Selbstaufopferung, deiner ganzen Mühe und deinen Extrameilen hatte dein Umfeld bisher gar nichts. Außer ein wenig Bequemlichkeit vielleicht. Bezahltes Personal wäre allerdings dafür ebenso gut gewesen.

Kennst du das hier:
"Im Falle eines Druckverlustes fallen automatisch Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke. In diesem Fall ziehen sie bitte eine der Masken zu sich heran und drücken Sie die Öffnung fest auf Mund und Nase. Danach assistieren Sie bitte mitreisenden Kindern."
Mit anderen Worten: Kümmere dich um dein eigenes Wohl, bevor du womöglich zu ausgelaugt bist, und dadurch vielleicht selbst Hilfe von anderen brauchst.

"Aber dann mache ich das alles doch auch wieder nur, um anderen nicht zur Last zu fallen." magst du jetzt denken. Das mit dem Nicht-Zur-Last-Fallen ist hier lediglich ein angenehmer Nebeneffekt, nicht aber das Motiv. Und um das Motiv geht es immer im Leben. Unsere Intentionen, unsere Absichten aus denen unsere schöpferischen Gedanken entstehen, kreieren unsere Realität.

Hier nun die 5 Tipps, um die Selbstliebe zu aktivieren:

TIPP #1: Fang an, Komplimente von anderen oder Anerkennung mit einem erfreuten "Danke!" zu quittieren. "Danke!" reicht. Leichter gesagt als getan. Probiere es aus. Oftmals neigen wir nämlich dazu, das Kompliment direkt wieder zurück zu geben, weil wir es nicht aushalten, dass uns Freundlichkeit widerfährt, die nicht an eine Bedingung gekoppelt ist.

TIPP #2: Fang an, lieb und anerkennend über dich selbst zu sprechen. Das ist keine Angeberei! Wirklich nicht! Bist du ein netter Mensch? Dann erwähne das mal in einem Nebensatz und zwar ohne Augenzwinkern. Bist du kompetent? Dann erwähne es! Sag es! Ist dir etwas wirklich gut gelungen? Ein Konzept, ein Kuchen, ein Kopfstand? Erzähle es jemandem! Ohne Zynismus, ohne Einschränkung, ohne selbst-abwertendes Bescheidenheitsgeschwurbel.

TIPP #3: Gönnen können. Nicht nur anderen, sondern auch sich selbst. Gönn dir eine Pause. Gönn dir, die Beine einen Moment hoch zu legen, selbst wenn jemand anderes gerade emsig ist. Gönn dir eine Kugel Eis mehr als sonst. Gönn dir einen überteuerten Kaffee in superelegantem Ambiente. Und wisse dabei, dass du es genau so wert bist, wie jeder andere dort auch, der vor allem gar nicht erst auf die Idee käme, den Kaffee anderswo zu schlürfen. Es gibt Menschen, die sich ganz selbstverständlich wochenends einen Spa-Besuch gönnen. Verdient hast du es ebenfalls! Gönn es dir! Dir fehlt die Zeit? Treib sie auf! Deine Nachbarn fliegen 3x im Jahr in den Urlaub? Na und? Könntest du doch auch, wenn es dir wichtig wäre. Nein - wenn DU dir wichtig wärest. Wenn du etwas wirklich, wirklich willst, dann findet sich auch ein Weg. Schritt 1 ist bei so etwas immer die Entscheidung DAFÜR, Schritt 2 das Sich-Gönnen (passiert oft parallel) und der Rest folgt.

TIPP #4: Hör heute noch auf, dich für ein Gefühl zu verurteilen. Wenn anderen dein Gefühl missfällt und sie dich dafür verurteilen - ihre Sache. Du bist wütend und dabei laut und wüst? Sei es! Du bist tief verletzt und reagierst deswegen über? Sei es so! Du bist überdreht und albern? Sei überdreht und albern! Du bist hysterisch oder mimosenhaft? Herrje, dann sei halt hysterisch oder mimosenhaft. Erlaube dir jedes Gefühl, denn es ist ein Teil von dir und du bist wundervoll, göttlich, großartig und einmalig. Und wenn wir im Gefühlswahn mal über's Ziel hinaus schießen, und wirklich jemanden sehr treffen, dann können wir immer noch sagen, dass das gewiss nicht unsere Absicht war. Ist jemand cool und im Frieden mit sich selbst, wird damit das Kriegsbeil begraben sein. Ist jemand eher nachtragend, dann sei es so. Nicht dein Problem.

TIPP #5: Verzeih dir selbst. Wir alle bauen mal Mist. Wir alle machen Fehler. Vor allem tun wir manchmal Dinge, die von anderen als Fehler eingestuft werden, obwohl sie es vielleicht gar nicht sind. Wenn wir jemandem weh getan haben oder wir uns mit Vorwürfen konfrontiert sehen und wir etwas tief bereuen, ist es wichtig, dass wir uns selbst verzeihen und der Selbstanklage ein Ende setzen. Warum? Weil alles Andere u. a. krank macht. Das ist keine Psycho-Floskel sondern wissenschaftlich bewiesen. Es gibt wundervolle Methoden, der Selbst-Vergebung. Manche Vorkommnisse, bei denen wir uns wie die Axt im Wald oder auch nur etwas ungeschickt oder unsensibel benommen haben, haben einen direkten Zusammenhang mit einem unserer Vorleben. Diese unbewusste Verknüpfung kann gelöst werden und der Weg steht frei für die innere Freiheit und die Selbstliebe.

Wenn du diesen Text nur liest, jedoch nicht wenigstens diese 5 Punkte von vorhin umsetzt (es gibt noch ein paar mehr...), bleibt alles wie gehabt. Das ist ok, aber beklage dich nicht. Nicht über deine Situation, nicht über deine körperlichen Gebrechen, nicht über dein seelisches Leid. All das sind nichts weiter als die Symptome mangelnder Selbstliebe. Wo Selbstliebe ist, gibt es weder Angst noch Schmerz. Nichts dergleichen kann dort keimen.

Selbstliebe funktioniert nicht, in dem man etwas darüber liest und sich dafür interessiert, sondern indem man übt. Täglich. Immer. Jederzeit. Das fühlt sich am Anfang künstlich an und einstudiert und ein wenig erzwungen. Ist ja auch völlig logisch, wenn das bisherige Denk- und Verhaltensmuster ein völlig anderes war. Wenn die Komfortzone ausgedehnt wird, sprich: der vertraute Lebensbereich verlassen wird, dann fühlt sich das naturgemäß fremd, schräg, ungehörig und riskant an. Unser Gehirn sorgt nämlich dafür, dass dies so ist. Es möchte, dass sich nichts verändert. Warum? Weil du atmest. Und dein Atem signalisiert dem Gehirn, dass du lebst und dass dein Fortbestand gesichert ist. Sobald du etwas an deinem Verhalten und in deiner Denke veränderst, wird dir der Atem ab und an stocken. Und das will dein Gehirn nicht. Die alten Muster kehren zurück und wollen dich wieder vereinnahmen. Doch ich verspreche dir hoch und heilig, dass das nachlässt, wenn du es ernst meinst mit der Selbstliebe.

Wenn wir uns selbst lieben, werden wir sowohl zu uns selbst als auch zu anderen nachsichtiger. Wir lassen öfter Fünfe gerade sein und legen nicht mehr alles auf die Goldwaage. Und wenn doch, ist das Thema auch schnell wieder gegessen. Wir verlassen Konversationen, die uns nicht gut tun, die uns nicht weiter bringen, die lediglich Zeit totschlagen oder dazu dienen, sich über andere auszulassen. Wir weigern uns, uns auszubrennen. Wir kehren Depressionen den Rücken zu und entscheiden uns für die Freude.

Und plötzlich werden wir für unser gewohntes Umfeld "kompliziert" und "seltsam" und werden nicht mehr verstanden. Und wieder verspreche ich dir, dass sich das irgendwann in Akzeptanz umwandelt. Wir müssen nämlich nicht immer von anderen verstanden werden. Wichtig ist, dass wir selbst Verständnis für uns haben und uns lieb haben so wie wir sind.
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