Die Macht der Dankbarkeit – Interview Katja Niedermeier VITAL (März 2015)


Katja Niedermeier vital 1 1. Wann waren Sie zuletzt bewusst für etwas dankbar?

Vorhin, als mein Mann unsere Tochter zum Tanzen gebracht hat, was eigentlich ich machen wollte. Aber ich war plötzlich so müde… 

2. Warum sollten wir häufiger dankbar sein?

Einfach, um von innen heraus glücklich zu sein, ohne, dass sich im Außen irgendetwas extra für uns verändern muss. Dankbarkeit macht die Dinge leichter.

3. Warum ist es so wichtig, auch für Kleinigkeiten im Alltag dankbar zu sein?

Weil es in Wirklichkeit keine Kleinigkeiten gibt. Alles ist im Moment der jeweiligen Wahrnehmung von Bedeutung. Es ist ein Segen, das wahrnehmen zu können. 

4. Ist mangelnde Dankbarkeit ein Zeichen dafür, dass es uns zu gut geht?

Ich denke nicht, dass es uns zu gut geht - jedem Menschen sollte es hervorragend gehen -  sondern, ich meine, dass uns bestimmte Gewohnheiten fehlen, die Dankbarkeit hervorrufen: Achtsamkeit, Stille, freie Spiritualität und Innenschau. Damit wachsen wir hier nicht auf.

5. Darf ich Dank von anderen fordern, wenn ich das Gefühl habe, nicht genug wertgeschätzt zu werden?

Wer aus dem Herzen heraus etwas für andere tut, und eigenverantwortlich dafür sorgt, dass die eigenen Bedürfnisse nicht zu kurz kommen, kommt sehr gut ohne ein „Danke“ zurecht.

6. Was hat Dankbarkeit mit Zufriedenheit und Glück zu tun?

Die drei gehören für mich zusammen. Es ist z. B. unmöglich, Dankbarkeit und Angst gleichzeitig zu empfinden. Und jeder, der sich angstfrei und sorglos fühlt, wird sich glücklich und zufrieden schätzen.

7. Stichwort Unzufriedenheit: Sie empfehlen mir als Gegenmittel, regelmäßig auszumisten, mich von Dingen zu trennen. Warum hilft es, weniger zu haben?

Es fällt leichter, Besitz wahrzunehmen, wenn er nicht von anderen Besitztümern verdeckt wird. Ausserdem empfinde ich es als enorm freudvoll, etwas an andere weiter zu geben.

8. Macht also Geben und Großzügigkeit dankbar?

In erster Linie sorgen Geben und Großzügigkeit für ein Gefühl der Fülle. Und um eine Entscheidung des Abgebens treffen zu können, muss ich ja erst einmal wahrnehmen, dass ich im Besitz von etwas bin. Und im wiederholten Maße macht so etwas sehr dankbar.

9. Sie sagen, mit Dankbarkeit ist man auch im Beruf erfolgreicher? Wie ist das zu verstehen?

Eine dankbare Grundhaltung sorgt für eine positive Ausstrahlung. Sie sind gelassener, zufriedener und geduldiger. Sie arbeiten fokussierter, wirken anziehender auf Kunden, haben bessere Geschäftsbeziehungen und sind als Führungskraft klarer und bewusster.

10. Wie kann ich Dankbarkeit einüben?

Beginnen Sie am besten mit „Dankbarkeitsmorgenden“: Nehmen Sie wahr, dass Sie in einem gemütlichen Bett aufwachen und nicht etwa auf dem Asphalt liegen, gehen Sie ins Bad und seien Sie dankbar, dass es genügt, den Hahn aufzudrehen und Sie nicht erst kilometerweit zur Wasserstelle laufen müssen. Spüren Sie die Teile ihres Körpers, die Ihnen gerade NICHT wehtun und denken oder sagen Sie „Danke“.

11. Und haben Sie selbst eine Lieblingsübung?

Da gibt es so einige, aber wann immer ich mir den dramatischen Lebensstart unserer Tochter in Erinnerung rufe, werde besonders demütig.

Katja Niedermeier vital

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